| Cuy als Mahlzeit |
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| Samstag, 8. November 2008 | ||||||
Cuy - MeerschweinchenDiesen Sonntag hatte ich endlich die Möglichkeit, Cuy zu essen. Darauf hatte ich mich schon länger gefreut. Cuy ist ein typisches Peru-Gericht. Wie auch bei Céviche haben die Leute es entweder sehr gern oder aber sie hassen es. Cuy scheint eines dieser Tiere zu sein, das sich auch tot auf dem Teller noch nicht geschlagen gibt. Das gekochte Cuy wird flach auf dem Teller mit ausgestreckten Beinen serviert (Photos folgen). Zuerst habe ich versucht, das Ganze mit Gabel und Messer zu verspeisen. Doch dabei kamen mir immer wieder Knochen und Sehnen dazwischen. Allzu viel Fleisch hat es am Cuy leider nicht. Leider habe ich nicht das übergewichtige Cuy bekommen, das ich eigentlich bestellt habe. Als meine Esskollegen meine Verzweiflung sahen, meinten sie, es sei auch kein Problem das Cuy mit den Händen zu verspeisen. Also stellte ich auf Handarbeit um, wodurch das Essen gleich viel effektiver wurde. Allerdings ist Cuy nichts für schwache Gemüter. Da muss man schon mal ein Bein ausreissen oder die Wirbelsäule brechen, um an das Fleisch zu kommen. Das ganze Cuy ist einfach sehr unhandlich. Das Cuy hat mir sehr gut geschmeckt, auch wenn es viel Arbeit bedeutete. Leider stimmt der Fleischgehalt nicht ganz mit dem Preis überein. Trotzdem wird es wohl nicht mein letzter Kampf mit einem Cuy gewesen sein. FresszentrumBisher ging ich, wenn ich spät abends noch Hunger hatte, jeweils zum Kebabstand um die Ecke. Dieser hat bis 23:30 geöffnet. In den nächsten Tagen wird noch näher von meiner Wohnung ein Fast-Food-Restaurant (ich glaube 3-stöckig) eröffnet. Dieses hat anscheinend 24h geöffnet. Bin also gespannt. AnticuchoNoch besser, um den kleinen Hunger nachts zu stillen, ist Anticucho. Leider finden sich die Stände (Frau mit kleinem Grill) fast nur im Zentrum (San Franciso) am Wochenende. Anticucho ist ein Spiess mit Rinderherzstücken. Dazu gibt es meist eine Kartoffel und Aji. Ein Anticucho kostet nur einen Sol, weshalb ich während eines Ausgangs jeweils 4-5 davon verspeise. Grundsätzlich ist dies wohl eine Mahlzeit, von welcher in den meisten Reiseführern abgeraten würde, da man es direkt auf der Strasse kauft, doch ich kann es nur empfehlen. AdoboLetzten Sonntag hatte ich auch die Gelegenheit, Adobo zu probieren. Adobo ist jeweils am Sonntag morgen nach dem Ausgang (wohl auch ohne Ausgang, allerdings muss man dann aufstehen) erhältlich. Seither ist Adobo einer meiner Favoriten hier in Arequipa. Allerdings bekommt man es nur am Sonntag morgen, und ich bin leider ein wenig zu faul zum Aufstehen. Selbst kochen - MarktIn letzter Zeit habe ich ein wenig öfters auch selbst gekocht. Dabei macht es Spass, Alles auf dem Markt einzukaufen, und auch mal Gemüse oder Früchte zu probieren, die ich vorher noch nie gesehen habe. Allerdings sind leider einige Zutaten ziemlich teuer, die bei uns günstig sind; dafür sind alle anderen Zutaten mehr als billig. Als ich einige Gewürze kaufte, drückte mir die Frau anschliessend etwas in die Hand und bespritzte es mit Wasser. Ich vermutete zuerst, dass dies irgend ein Gewürz ist. Es sah aus wie Pfefferkörner. Mit den Dingen in der Hand ging ich ein wenig weiter und inspizierte sie. Es stellte sich heraus, dass es zwei Steine, mit Parfümwasser bespritzt, waren. Ich vermute jetzt mal, dass dies Glücksteine sein sollten. Die Verkäuferin hätte wohl nicht schlecht gestaunt, wenn ich die zwei Steine in meinen Magen verfrachtet hätte. Einmal habe ich auch Peproni/Paprika und zusätzlich eine Rocoto gekauft, die den Peperoni zum Verwechseln ähnlich sieht. Als ich aber nur mit der Zugenspitze davon kostete, wusste ich, weshalb ich vor der Schärfe gewarnt worden war. Daher verwendete ich schliesslich nur eine Ecke davon. Go-Kart Bahn in der CatolicaAls ich am Montag in die Universität kam, staunte ich nicht schlecht, als ich auf dem Trockenplatz der Universität eine Go-Kart Bahn vorfand. Die Go-Kart Bahn war nur für Studenten zugänglich, da man nur als Student auf den Campus kommt. Diese Gelegenheit liess ich mir nicht nehmen und drehte mit Bryam 4 Runden für 3 Soles. Als ein wenig später nicht mehr so viel Personen fahren wollten, wurde der Preis auf 2.5 Soles gesenkt.
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