| Saragossa - Madrid - Bogota - Lima - Arequipa |
|
|
| Dienstag, 19 August 2008 | ||||||||||||||
|
Von Sonntag bis Montag reiste ich von Saragossa nach Arequipa mit einige Zwischenstationen. Schlussendlich war ich 32h mit jeweils nur wenig Schlaf dazwischen unterwegs, was bis zum jetzigen Moment für mich die längste Zeit ist. Madrid - Bogota - LimaDie Reise im Bus von Saragossa nach Madrid verlief problemlos. In Madrid stieg ich in ein Flugzeug von Avianca ein. Hier machte sich sogleich der günstige Preis des Tickets bemerkbar. Die Handgepäckfächer öffneten sich schon während das Flugzeug nur rollte diverse Male. Damit das Gepäck nicht herausfiel, mussten diese des Öftern von Passagieren geschlossen werden. Beim Start gingen sie schliesslich reihenweise auf. Wenigstens hielt der Rest des Flugzeugs den Kräften stand. Unter diesem Umständen wunderte mich nicht, dass eine ganze Reihe der Passagiere vor dem Start betete. Ich hatte das Glück, einen Gangplatz in der mittleren Dreiersitzreihe erhascht zu haben. Allerdings wirkte sich die stark übergewichtige Frau, die am anderen Ende der Reihe sass bis zu mir herüber aus. Ihr schlanker Mann lehnte des Öftern auf meine Seite, damit er ein wenig Raum hatte. Hatte einer der beiden Durst, bat mich der Mann jeweils kurz, ob ich aufstehen konnte. Anschliessend holte er für beide etwas zu essen und setzte sich wieder in die Mitte. Mit diesem Schachzug war es möglich, dass die fette Frau während dem Flug sich nur einem aus dem Sitz würgen musste, um wohl auf die Toilette zu gehen. Obwohl ich nichts dagegen hatte aufzustehen, hätte ihr diese Bewegung sicher nicht geschadet. Die Filme im Flugzeug waren leider auf Englisch, weshalb ich mein schlechtes Spanisch nicht auf die Probe stellen konnte. BogotaIn Bogota angekommen musste ich zwei Stunden auf den Weiterflug warten. Ich konnte den direkten Transfer zum Abflugterminal nehmen und musste deshalb nur durch eine Sicherheitskontrolle. Der Beamte musterte mich mit grimmigen Blick. Als ich im sagte, ich sei aus der Schweiz, war die Welt wieder in Ordnung. Im Terminal versuchte ich, etwas Essbares zu finden. Dies war allerdings ein unmögliches Unterfangen. Man konnte bloss Getränke an einem kleinen Tisch kaufen, oder Schmuck in einem der 10 Schmuckgeschäfte. Den Fast-Food Essstand haben sie leider vergessen. Also hungerte ich 2 Stunden vor mich hin, trank ein wenig Cola mit Eis (wovon in jedem Reiseführer abgeraten wird) und schaute eine seltsame japanische Action-Serie auf Spanisch, die viele Wartende zu packen schien. Im Flugzeug nach Lima hatte ich einen netten Sitznachbarn aus Kolumbien. Wir amüsierten uns gemeinsam über einen Herren, welcher noch nicht ganz verstanden hatte, dass ein Koffer, wenn man ihn um 180 Grad dreht, noch immer genau gleich lang, hoch und tief ist, also noch immer nicht ins Hangepäck passt. Er versuchte es mit Gewalt, was den Steward auf den Plan rief, welcher dem Herren zeigte, dass man den Koffer auch um 90 Grad drehen könnte. Ich vermute, der Kolumbianer meinte zuerst, ich spreche Spanisch, weil ich versuchte, eine spanische Zeitung zu lesen, um ein wenig Spanisch zu lernen. Unser Gespräch war ziemlich holprig. Schlussendlich gab er mir 1000 kolumbische Peso. Wieso weiss ich bis jetzt nicht genau. Er sagte es sei ein Geschenk. Reich werde ich dadurch wohl nicht, doch es ist ein schönes Andenken an Kolumbien. LimaIn Lima angekommen war ich sehr gespannt, ob mein Gepäck den Transfer in Bogota auch gemacht hat. Tatsächlich war das der Fall. Als ich mit dem Gepäck weiter gehen wollte, wurde ich von einer Dame angehalten. Sie überprüfte meinen Gepäckschein mit dem meines Gepäckes. Dies finde ich ziemlich sinnvoll, denn in der Schweiz könnte jeder mit jedem Gepäck davonlaufen. Bei der nächsten Kontrolle musste ich einen Knopf drücken. Zu meinem Glück erschien ein grüner Pfeil. Anscheinend ist es ein Zufallsgenerator, ob man zur Kontrolle muss oder nicht. Als ich die Empfangshallte betrat, wurde ich von ca. 150 Leuten mit Schildern empfangen. Anscheinend hat hier fast jeder Passagier sein persönliches Empfangskomitee. Ich zwang mich zwischen den Personen hindurch und wurde auf den 15 Meter zur Check-In Zone von mindestens 5 Taxichauffeuren angeworben. Beim LAN Check-In wurde ich von 3 freundlichen Damen empfangen. An jedem Schalter hatte es mindestens 3 Personen. Es ist zu bemerken, dass es auch hier bereits 2 Uhr am morgens war. Die Dame betrachtete mein Ticket und schicke mich zum digitalen Check-In. Also bewegte ich mich 10m zum digitalen Check-In Terminal. Dieses versuchte ich selbst zu bedienen, doch sogleich wurde ich von zwei wartenden Damen unterstüzt. Sie teilten mir nach drei Fehlversuchen mit, dass ich zum Check-In muss. Zurück bei den drei Damen wurde doch noch der Check-In vorgenommen, was ca. eine Minute in Anspruch nahm. Eine der Dame tippte meine Daten ins Terminal, eine Andere diktierte und die Dritte sah einfach gut aus. Als ich mein Gepäck auf die Wage legte, wurde ein vierter Mann mit Hüftgurt beigezogen, welcher das Gepäck in Empfang nahm und irgendwo verstaute. Da ich mich nun von meinem grossen Rucksack getrennt hatte, ging ich mich auf die Toilette erleichtern. Ich hatte mit dem schlimmsten gerechnet, schon gar nicht mit Toilettenpapier. Doch alles war in bester Ordnung. Ich machte es mir bequem. Doch in diesem Moment spülte mein Nachbar. Dies hatte den Effekt, dass seine Toilette überlief und auch der Inhalt über den Rand trat, was dazu führte, dass ich buchstäblich in der Scheisse stand. Shit happens. Hier fanden sich nun endlich diverse FastFood Restaurants. Ich versuchte meinen Heisshunger mit zwei BigMacs zu stillen und war halbwegs erfolgreich damit. Anschliessen kaufte ich mir eine Flasche Wasser, um meinem ausgetrockneten Körper etwas zu gönnen. 24 Stunden in klimatisierten Räumen trocknet die Kehle ziemlich aus, und der trockene Flugzeugfood (4x) musste nach noch bewässter werden. Zur Auswahl stand auch Evian, was allerdings 4-5 Mal so teuer war wie das andere Wasser. Ich bezweifle, dass Evian so viel besser ist. Die grösste Anforderung in Lima war, nicht einzuschlafen. Ich musste vier Stunden auf den Anschlussflug warten. Wäre ich eingeschlafen, wäre ich wohl einige Stunden länger am Flughafen geblieben. Um mich wach zu halten, beschäftigte ich mich ein wenig mit dem Computer. Ich hatte im Internet schon diverse Male danach gegoogelt, welchen Steckdosentyp es in Peru hat. Es lieferte mir immer zwei Ergebnisse. Als ich mein Ladegerät einsteckte, erfuhr ich auch wieso. Im Abstand von 10cm hatte es beide Steckdosentypen. Ich hatte erwartet, dass es von der Ortschaft abhängig ist. Doch es scheint einfach Zufall zu sein, welche Steckdose der Elektriker gerade Lust hatte einzubauen.
Powered by !JoomlaComment 3.26
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
||||||||||||||




